Costa Brava
Entdecke die Costa de la Luz – endlose Sandstrände, atemberaubende Sonnenuntergänge und authentisches Andalusien am Atlantik. Perfekt für Surfer, Naturliebhaber und Kulturfans.
Die Costa Brava im Nordosten Spaniens ist eine der abwechslungsreichsten Küstenregionen des Mittelmeers. Auf rund 200 Kilometern zwischen dem Badeort Blanes und der französischen Grenze reiht sich eine Bucht an die nächste – oft verborgen zwischen schroffen Felsen und Pinienwäldern. Der Name "Costa Brava" – die "wilde Küste" – wurde nicht zufällig gewählt: Steilküsten, versteckte Calas und ein Hinterland mit eigenem Charakter prägen diese Region der Provinz Girona in Katalonien.
Anders als an den stark touristisch geprägten Küsten weiter südlich hat sich die Costa Brava ihren urspünglichen Charakter über weite Strecken bewahrt. Kleine Fischerdörfer, mittelalterliche Städte und bedeutende kulturelle Stätten – von Salvador Dalís Atelier in Portlligat bis zur romanischen Kathedrale von Girona – machen die Region zu einem der spannendsten Reiseziele Spaniens.
Die Costa Brava erstreckt sich in der Provinz Girona, nördlich von Barcelona, und wird im Norden durch die Pyrenäen und die französische Grenze begrenzt. Die Küste ist geologisch geprägt vom Ausläufer des Albera-Gebirges, das bis direkt ans Meer heranreicht – daher die zahlreichen Steilküsten und kleinen, oft nur per Boot oder Wanderweg erreichbaren Buchten.
Durch die Nähe zu Frankreich und den Pyrenäen hat die Region ein mildes Mikroklima, das sich deutlich von den heißeren Küsten weiter südlich unterscheidet
Grobe Einteilung der Küste:
- Costa Brava Nord (Cap de Creus bis L'Escala):
sehr ursprünglich, geprägt durch das Naturschutzgebiet Cap de Creus und charmante Orte wie Cadaqués, Roses und El Port de la Selva - Costa Brava Mitte (L'Escala bis Palamós):
weite Strände, historisches Empúries, Begur mit seinen Traumbuchten - Costa Brava Süd (Palamós bis Blanes):
bekanntere Ferienorte wie Tossa de Mar und Lloret de Mar, leichter erreichbar von Barcelona
Insider-Tipps
Cap de Creus zum Sonnenaufgang, Besalú als Tagesausflug ins Hinterland und die Jardins de Santa Clotilde in Lloret de Mar gehören zu den eindrucksvollsten Abstechern abseits des klassischen Strandprogramms.
Aktiv unterwegs
Eine Bootstour von Palamós zu den Medes-Inseln lohnt sich für alle, die schnorcheln oder die Küste vom Wasser aus erleben möchten. Viele Küstenorte lassen sich außerdem gut miteinander kombinieren.
Kultur & Genuss
Ein Habanera-Abend in Calella de Palafrugell und eine Weinverkostung im Empordà zeigen die Costa Brava noch einmal von einer ganz anderen, sehr regional geprägten Seite.
An der Costa de la Luz reiht sich ein Küstenabschnitt an den nächsten – mal weitläufig, mal rau, mal überraschend ruhig. Die Auswahl ist groß, doch jeder Strand hat seinen eigenen Charakter. Ob Sie baden, surfen oder einfach spazieren möchten, hier ist für jeden etwas dabei.
Cadaqués – das weiße Künstlerdorf
Cadaqués gilt vielen als schönster Ort der Costa Brava. Die weiß getünchten Häuser drängen sich malerisch um die Bucht, enge Gassen führen hinauf zur Kirche Santa Maria. Salvador Dalí lebte jahrzehntelang im benachbarten Portlligat – sein ehemaliges Haus kann heute besichtigt werden und gehört zu den besonderen kulturellen Highlights der Region.
Begur und die Calas
Begur thront als weißes Bergdorf über der Küste und ist der perfekte Ausgangspunkt für einige der schönsten Buchten Spaniens: Sa Tuna, Aiguablava, Aiguafreda und Fornells bieten klares, türkisblaues Wasser und eine Atmosphäre, die weit weg vom Massentourismus ist.
Tossa de Mar – mittelalterliches Flair am Meer
Die Vila Vella, die mittelalterliche Altstadt mit intakter Stadtmauer, thront auf einem Hügel direkt über dem Strand. Tossa de Mar ist einer der wenigen Orte der spanischen Küste mit einer vollständig erhaltenen befestigten Altstadt – ein Motiv, das schon den französischen Maler Marc Chagall faszinierte.
Palafrugell und Calella de Palafrugell
Palafrugell gehört zu den authentischeren Orten der Costa Brava. Das benachbarte Calella de Palafrugell mit seinen weißen Fischerhäusern und den traditionellen Habanera-Gesängen gilt als einer der stimmungsvollsten Küstenorte Spaniens.
Girona – das Tor zur Costa Brava
Die Provinzhauptstadt Girona liegt nur 40 Kilometer von der Küste entfernt und lohnt einen Abstecher: mittelalterliches jüdisches Viertel, eindrucksvolle Kathedrale und die farbigen Häuser am Fluss Onyar machen sie zu einer der schönsten Städte Kataloniens.
Figueres – Heimat Salvador Dalís
In Figueres befindet sich das Teatre-Museu Dalí – das größte surrealistische Museum der Welt und eines der meistbesuchten Museen Spaniens. Für Kulturinteressierte ein Pflichtstopp.
Die Costa Brava zählt über 200 offizielle Strände und Buchten – von langen Sandstränden bis zu winzigen Felsbuchten.
Das Wasser erreicht zwischen Juni und September angenehme Badetemperaturen von 21–25 °C. Für entspannte Strandtage lohnt sich hochwertige Strandausrüstung: Wer einen passenden Bikini oder Herren Bademode vor der Reise einpackt, ist für spontane Badestopps auf Küstenwanderungen gut gerüstet – gerade die kleinen Felsbuchten lassen sich oft nur zu Fuß erreichen und belohnen mit fast menschenleeren Badestellen.
Besonders empfehlenswert:
- Platja d'Aiguablava (Begur): türkisblaues Wasser, feiner Sand, pinienbestandene Felsen
- Cala Pola (Tossa de Mar): kleine Bucht im Naturschutzgebiet, nur zu Fuß oder per Boot erreichbar
- Platja de Castell (Palamós): einer der letzten unbebauten Strände der Region
- Cala Sa Tuna (Begur): kleines ehemaliges Fischerdorf mit klarem Wasser
- Platja Gran (Tossa de Mar): langer Sandstrand direkt unterhalb der Altstadt
- Cala Montjoi (Roses): klares Wasser, Wanderzugang durch Naturlandschaft
Eine Besonderheit der Costa Brava sind die historischen Küstenpfade, die Camins de Ronda. Sie wurden ursprünglich angelegt, um Schmuggler und Piraten zu überwachen, und führen heute als wunderschöne Wanderwege entlang fast der gesamten Küste.
Gute Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind Pflicht – einige Abschnitte führen direkt an Steilklippen entlang.
Besonders empfohlene Abschnitte:
- Camí de Ronda Sa Tuna – Aiguafreda: kurzer, sehr fotogener Abschnitt bei Begur (ca. 2 km)
- Sant Feliu de Guíxols – Tossa de Mar: anspruchsvoller Tagesausflug mit vielen Badestopps (ca. 18 km)
- Cala Pola – Cala Giverola: mittlerer Abschnitt mit spektakulären Ausblicken
- Cap de Creus Rundweg: einzigartige, fast mondhafte Landschaft am östlichsten Punkt Spaniens
| Monat | Durchschnittstemperatur | Badewetter | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| April–Mai | 16–20 °C | bedingt | Wandern, Kultur |
| Juni–August | 24–28 °C | ideal | Strand- und Badeurlaub |
| September–Oktober | 20–25 °C | sehr gut | ruhige Nachsaison |
| November–März | 10–15 °C | nein | Kultur, Küstenwanderungen |
Tipp: Die beste Reisezeit sind die späten Frühlings- und frühen Herbstmonate. Mai, Juni und September sind ideal – das Wasser ist bereits warm, die Temperaturen angenehm, und die typische Augusthitze sowie der Massenansturm sind vermieden.
Die katalanische Küche der Costa Brava verbindet Einflüsse aus Meer und Hinterland auf spannende Weise. Zu den typischen Gerichten gehören:
- Suquet de peix: traditioneller Fischeintopf mit Kartoffeln
- Arròs negre: schwarzer Reis mit Tintenfisch
- Fideuà: Nudelgericht mit Meeresfrüchten, ähnlich wie Paella
- Gambas de Palamós: legendäre rote Garnelen aus dem Fischerhafen Palamós
- Crema catalana: katalanische Variante der Crème brûlée
- Pa amb tomàquet: geröstetes Brot mit Tomate – einfach und genial
Dazu passen die Weine aus den nahen Anbaugebieten Empordà und Penedès. Wer mehr über die spanische Tapas-Kultur erfahren möchte, findet in unserem Wiki eine ausführliche Übersicht.
Weitere Informationen zur Anreise nach Spanien sowie zu den
aktuellen Einreisebestimmungen findest du in unserem Wiki.
- Flughafen Girona-Costa Brava (GRO): direkt an der Küste, vor allem von Ryanair angeflogen
- Flughafen Barcelona-El Prat (BCN): deutlich größer, ca. 1,5 Stunden von der mittleren Costa Brava entfernt
Die Costa Brava ist gut über die AP-7 (Autopista del Mediterráneo) erreichbar. Von der deutsch-französischen Grenze bei Straßburg sind es rund 1.200 km. Für längere Roadtrips ist ein Mietwagen vor Ort praktisch – die Orte zwischen den Buchten sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln oft nur umständlich erreichbar.
Die Hochgeschwindigkeitsstrecke AVE verbindet Paris und Madrid mit Girona und Figueres. Eine umweltfreundliche Alternative zum Flug.
Die Costa Brava bietet für jeden Geschmack die passende Unterkunft.
- Parador de Aiguablava: legendäres Hotel direkt an einer der schönsten Buchten
- Boutique-Hotels in Begur und Cadaqués: oft in ehemaligen Fischerhäusern
- Ferienhäuser im Hinterland: zwischen Weinbergen und Pinienwäldern
- Campingplätze: besonders verbreitet rund um Roses, Pals und Palamós
- Ferienwohnungen in Lloret de Mar und Tossa de Mar: günstige Basis für Familien
In der Hochsaison Juli/August unbedingt mindestens 2–3 Monate im Voraus buchen – die beliebtesten Unterkünfte sind sonst vergriffen.
Fazit: Warum sich die Costa Brava lohnt
Die Costa Brava ist eine der vielseitigsten Küstenregionen Europas. Wer hierher kommt, findet nicht nur die klassische Mittelmeer-Kulisse aus blauem Wasser und warmem Sand, sondern vor allem kleine Fischerdörfer, versteckte Buchten, mittelalterliche Orte und ein reiches kulturelles Erbe. Für Wanderfreunde sind die Camins de Ronda ein einzigartiges Erlebnis, für Kulturliebhaber sind Girona, Figueres und die Dalí-Orte ein Muss. Eine Übersicht aller spanischen Küsten findest du in unserer Küsten-Rubrik.